ANDREA GUBITZ | Heimat-Photographie

Ich sehe was, was Du nicht siehst

ANDREA GUBITZ – Heimatphotographie

Frühlingsblüte im Niedwald

Frühlingsblüte im Niedwald

Inhalt

Buschwindröschen und Lerchensporn

Nach tristen Wintertagen werden die Auwälder rund um Frankfurt wie von magischer Hand mit Blütenteppichen überzogen. Noch sind die Bäume unbelaubt und lassen viel Licht auf den Waldboden. Die ersten Blüten des Buschwindröschens und des Lerchensporns sind zu sehen. Nun braucht es nur noch etwas Sonnenschein, um sie richtig zum Leuchten zu bringen.

Auch der Niedwald ist ein solcher Auwald. Er reicht bis an die Nidda und wird von zwei Nidda-Altarmen und deren Verbindungskanälen durchzogen. Der Grillsche Altarm weitet sich sogar zu einem kleinen See. Ende März steht die Blüte in voller Pracht. Die Auswahl an Photomotiven ist reichlich und die Wasseroberflächen bilden oft einen schönen Hintergrund.

Bärlauch - nicht zu überriechen

Eine dritte Pflanze im Niedwald – nicht zu „überriechen“ – ist der Bärlauch, dessen Blätter sich jetzt aus dem Boden schieben. Langsam, aber sicher wird er Buschwindröschen und Lerchensporn verdrängen. Der ganze Waldboden ist dann bedeckt, bis in die Ritzen der Straßenbefestigung. Geerntet werden darf natürlich nicht, der Niedwald ist ein Naturschutzgebiet!

4 Tipps zum Photographieren

1. Um Blüten zu photographieren, bietet sich ein Makroobjektiv an, aber jedes andere Objektiv mit einer einigermaßen kurzen Naheinstellgrenze tut es auch. Die Verwendung eines Teleobjektivs ist schwieriger, da aufgrund des größeren Abstands oft viele störende Elemente zwischen Kamera und Motiv sind.

2. Gerade bei Bildern von Blüten ist ein schönes Bokeh wichtig. Hier ist ein Vollformatsensor nach wie vor erste Wahl, aber auch ein APS-C-Sensor leistet gute Dienste, wenn es um die richtige Balance zwischen Tiefenschärfe und Bokeh geht. Vintage-Objektive mit ihren besonderen Eigenheiten führen ebenfalls zu sehr ansprechenden Ergebnissen. Bei mir kommt oft ein Helios 44-2 zum Einsatz, über das ich an anderer Stelle ausführlich berichtet habe.

3. Ich nutze gern die letzten Sonnenstrahlen am Abend im Gegenlicht, um große orangefarbene Blendenkreise zu erhalten. Der Moment kurz vor Sonnenuntergang ist optimal, wenn nur noch wenige Lichtpunkte durch das Geäst der Bäume schimmern. Die Kamera sollte frühzeitig am passenden Standort aufgebaut sein, und dann heißt es, den richtigen Augenblick abzupassen. Hilfreich (und rückenfreundlich) sind hier Klappdisplay und Fernauslöser. Doch auch ein bewölkter Himmel hat seinen Reiz: Pastelltöne lassen sich dann gut herausarbeiten.

4. Zum guten Schluß noch der Rat, unbedingt ein Stativ oder einen Bohnensack, z.B. ein umfunktioniertes Badewannenkissen, zu benutzen. Gerade am Waldboden steht oft wenig Licht zur Verfügung. Um den ISO-Wert akzeptabel niedrig zu halten, sind längere Belichtungszeiten notwendig. Zu lang sollten diese aber auch nicht sein, denn hundert Prozent windstill ist es fast nie.

Frühlingsblüten im Wald zu photographieren ist Entschleunigung pur. Waldbaden braucht man da nicht mehr.

Und nun, liebe Leserin, liebe Leser – Computer ausschalten und ab in den Wald!

4 Gedanken zu „Frühlingsblüte im Niedwald“

  1. Liebe Andrea,ich bin sprachlos(das kommt nicht so oft vor). Das sind supertolle Fotos und auch ein toller Bericht. Mach weiter so.wir freuen uns schon auf die Fortsetzung. Liebe Grüsse Marlene und Helmut

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