Frühlingsblüte im Niedwald

Buschwindröschen, Lerchensporn und Co.

Nach einer Reihe von sonnigen und warmen Tagen hat der Frühling gerade eine kleine Pause eingelegt. Unter den noch unbelaubten Bäumen tut sich aber schon etwas. Die ersten Blüten des Buschwindröschen und des Lerchensporn sind zu sehen. Nun braucht es nur noch etwas Sonnenschein, um sie richtig zum Leuchten zu bringen.

Einer meiner Lieblingsorte in Frankfurt ist der Niedwald. Als Auwald reicht er bis an die Nidda und wird von zwei Nidda-Altarmen und deren Verbindungskanälen durchzogen. Der Grillsche Altarm weitet sich sogar zu einem kleinen See. Überall im Wald haben sich Buschwindröschen und Lerchensporn ausgebreitet, die ungefähr zur gleichen Zeit Ende März blühen. Die Auswahl an Fotomotiven ist reichlich und die Wasseroberflächen bilden oft einen schönen Hintergrund.

Eine dritte Pflanze im Niedwald – nicht zu „überriechen“ – ist der Bärlauch, dessen Blätter sich jetzt aus dem Boden schieben. Blühen wird er aber erst in zwei bis drei Wochen, und zwar reichlich. Der ganze Waldboden ist hier bedeckt, bis in die Ritzen der Straßenbefestigung.

Ich nutze gern die letzten Sonnenstrahlen am Abend im Gegenlicht, um große orangefarbene Blendenkreise zu erhalten. Hier bleibt nicht viel Zeit, sollen doch die Blendenkreise an der richtigen Stelle sitzen. Doch auch ein bewölkter Himmel hat seinen Reiz: Wie im Bild 3 gut zu sehen, lassen sich Pastelltöne gut herausarbeiten. Zum Einsatz kommt meistens mein Lieblingsobjektiv, ein 105 Makro-Objektiv, und ein Stativ bzw. ein zum Bohnensack umfunktioniertes Badewannenkissen.

Blütenfülle gibt es natürlich an vielen Stellen. Zwei möchte ich an dieser Stelle erwähnen: Im Frankfurter Stadtwald, vor allem rund um den Jakobiweiher und am Luderbach, blühen auch viele gelbe Buschwindröschen, die allerdings etwas später dran sind. Etwas weiter von Frankfurt entfernt liegt die Knoblochsaue, ein Naturschutzgebiet an einem Altrheinarm. Hier ist der Waldboden um diese Jahreszeit mit Blausternchen übersät, ein wunderschöner Anblick. Zwischen die blauen Blüten mischen sich hohe Schlüsselblumen. In der Knoblochsaue lassen sich auch sonst schöne Fotos machen, aber Obacht im Sommer: es gibt sehr viele Mücken.

Und nun, liebe Leserin, liebe Leser – Computer ausschalten und ab in den Wald!


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4 thoughts on “Frühlingsblüte im Niedwald”

  1. Liebe Andrea,ich bin sprachlos(das kommt nicht so oft vor). Das sind supertolle Fotos und auch ein toller Bericht. Mach weiter so.wir freuen uns schon auf die Fortsetzung. Liebe Grüsse Marlene und Helmut

  2. Liebe Andrea,

    was für eine wunderschöne Seine, vielen Dank dafür. Besonders haben mich die Buschwindröschen bezaubert.

  3. Euch allen einen liebe Dank für Eure netten Kommentare! Sie sind mir Lob und Ansporn zugleich.

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