Wölfe …

… in Wildtierparks

Der Winter zeigt sich in Frankfurt ja nicht gerade von seiner besten Seite, da bleibt ordentlich Zeit, die Festplatten zu durchstöbern und Fotos für einen Beitrag über Wölfe zusammenzusuchen. Diesen hatte ich ja schon länger versprochen. Solange mein Traum, Wölfe in freier Wildbahn oder auf Truppenübungsplätzen (https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/saeugetiere/wolf/wissen/15465.html) zu erleben, unerfüllt bleibt, begnüge ich mich Wohl oder Übel mit Besuchen in Wildtierparks.

Im Freigehege des Nationalparks Bayerischer Wald

Wie schon in meinen Beitrag über Luchse erwähnt (https://ich-sehe-was-was-du-nicht-siehst.net/luchse/), war ich im letzten Herbst im Bayerischen Wald unterwegs. Hier gibt es ein weitläufiges Freigehege in landschaftlich sehr reizvoller Umgebung. Auf Anraten des Rangers war ich am frühen Abend vor Ort. Auch wenn Wölfe nicht ganz so eigen sind wie Luchse, heißt es, Geduld und eine möglichst lange Brennweite mitzubringen. Wölfe streifen gern in den bewaldeten Teilen ihres Geheges umher, und da ist es ganz schön dunkel. Es müssen also Kompromisse bei der Belichtungszeit und/oder dem ISO-Wert gemacht werden. Die Abendsonne lockte schließlich einen der Wölfe aus der Deckung, um die letzten Strahlen zu genießen. Jetzt hieß es schnell sein. Ich hatte den ISO-Wert auf einen möglichst geringen Wert fest eingestellt. Hier wäre es wohl besser gewesen, die ISO-Automatik der Kamera zu nutzen.

  • Spaziergang im Dickicht: 500 mm (KB), f 5,6, 1/125 sec., ISO 280

In der Fasanerie Hanau

Vor ein paar Jahren fing meine Begeisterung für Wölfe an. Von Frankfurt aus läßt sich die Fasenerie Hanau leicht erreichen, denn damals gab es dort noch die Polarwölfe (https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/wildpark-hanau-nimmt-abschied-vom-letzten-polarwolf-16232240.html). Die Gehege sind hier attraktiv gestaltet, und von einem kleinen Hügel kann über den Zaun hinweg fotografieren, allerdings ist es nicht immer einfach, den Zaun im Hintergrund auszublenden. Auch hier gilt für die Brennweite: je länger desto besser. Da ich damals noch kein 500-ter hatte, mußte ich die Bilder teilweise recht stark beschneiden.

  • Polarwolf: 300 mm (KB), f 5,6, 1/50 sec. , ISO 640

Die Fasanerie Hanau bietet (wieder) eine besondere Attraktion, nämlich das Wolfsheulen (https://www.hessen-forst.de/post/events/wolfsheulen-mit-wildbiologin-dr-marion-ebel/) zum Mitmachen. Ich selbst war noch nie dabei. Aber auch sonst lohnt sich ein Besuch, nicht zuletzt wegen des sehr alten Baumbestands.

Im Wildtierpark Edersee

Südlich des Edersees im Nationalpark Kellerwald befindet sich ein ebenfalls attraktiver Wildpark mit Wölfen (https://www.wildtierpark-edersee.eu/). Hier gibt es die alteingesessenen Timberwölfe (siehe Fotos) sowie seit 2017 europäische Wölfe (https://www.hna.de/lokales/korbach-waldeck/edersee-ort101460/sechs-wolfswelpen-wildtierpark-edersee-geboren-ngz-12238756.html ).

  • Das Fotomodell: 120 mm (KB), f 5, 1/50, ISO 1000

Bei den Timberwölfen gibt es einen, der besonders gern vor der Kamera zu posieren scheint (siehe auch Titelfoto). Ich hatte mich direkt am Zaun auf den Boden gesetzt, und mußte auf meine Fotomodelle nicht lange warten. Auch waren lange Brennweiten überflüssig. Da der Wildtierpark Edersee nicht so groß ist, gibt es allerdings wenige Standpunkte, von denen aus kein Zaun zu sehen ist.

Und wenn man von der Fotografiererei müde geworden ist, sollte man es diesem Wolf gleich tun,

Mittagsschlaf: 120 mm (KB), f 4,5, 1/80 sec. , ISO 640

und sich ein Mittagschläfchen gönnen.

Teilen mit ...

2 Kommentare zu “Wölfe …

  1. Sehr schöne Seite, gut strukturiert und macht richtig Freude, Ihre Hobby-Ergebnisse richtig würdigen zu können

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.