Mandarinenten-Update

Nachwuchs auf dem Jacobiweiher

Im Herbst letzten Jahres hatte ich den Jacobiweiher im Frankfurter Stadtwald besucht und dort u.a. Mandarinenten fotografiert (https://ich-sehe-was-was-du-nicht-siehst.net/mandarinenten-auf-dem-jacobiweiher/). In diesem Frühjahr war ich nun neugierig auf den Nachwuchs. Draußen war es zwar etwas kühl, aber sonnig – und es waren jede Menge Leute unterwegs, nicht wenige mit Hunden. Die Hundeleinen baumelten dekorativ um den Hals der Halter: Sorry Leute, aber während der Brutzeit geht das ja wohl gar nicht.

Nur Erpel zu sehen

Zunächst war ich etwas enttäuscht, da nur Erpel zu sehen waren, die entweder in der Sonne dösten oder zu einem kleinen Streit aufgelegt waren – Jungs eben.

  • Was willst Du denn hier: 500 mm (KB), f 5,6, 1/750 sec., ISO 560

Jungenaufzucht ist Frauensache

Bei Mandarinenten ist die Aufzucht der Jungen reine Frauensache (https://de.wikipedia.org/wiki/Mandarinente#Fortpflanzung). Sie brüten in Baumhöhlen, die Küken schlüpfen nach ca. 30 Tagen. Um zum Wasser zu kommen, müssen sie aus der Bruthöhle in die Tiefe springen. Ich war Mitte Mai wohl etwas zu früh vor Ort, habe dann aber doch eine stolze Mutter von sechs Küken auf dem Wasser gesehen, aber auch ein Paar, das dieses Jahr wohl keine Lust auf Kinder hat.

Das tapfere Blesshuhn

Natürlich gibt es auf dem Jacobiweiher auch noch andere Wasservögel. Ebenfalls im Brutgeschäft waren die Blesshühner. Sie bauen ihre Nester oft auf Geäst im Wasser in Ufernähe. Sowohl den Nestbau als auch das Brutgeschäft teilen sich die Eltern, die sich auch von herumtollenden Hunden nicht einschüchtern lassen.

Das tapfere Blesshuhn: 500 mm (KB), f 5,6, 1/1000 sec., ISO 1100

Die letzten Sonnenstrahlen

Geht es Euch manchmal so: die Kameraausrüstung ist schon im Rucksack verstaut, da gibt es dann kurz bevor die Sonne hinter den Bäumen verschwindet noch einmal diesem magischen Moment – das perfekte Licht. Erst wenn dieses letzte Foto gemacht ist, trete ich zufrieden den Heimweg an.

Die Fotos sind alle mit einem 500 mm Objektiv entstanden, teilweise vom Stativ, mehrheitlich aber aus der Hand. 500 mm, das klingt erst einmal viel, aber an einem Vollformatsensor ist man meistens doch so weit vom Motiv entfernt, daß man um einen Beschnitt nicht herumkommt. Da sich Vögel in aller Regel bewegen, öffne ich die Blende immer so weit wie möglich und wähle kurze Verschlußzeiten. Der Jacobiweiher ist von Wald umgeben. Da können sich die Lichtverhältnisse schnell ändern; daher lasse ich die Kamera den ISO-Wert automatisch bestimmen. Wie man in den Bildunterschriften sehen kann, schwankt der ISO-Wert sehr stark.

Stockenten im Abendlicht: 500 mm (KB), f 5,6, 1/2000 sec., ISO 720
Teilen mit ...

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.