Frankfurt jenseits der ausgetretenen Pfade

Wer kennt sie nicht – die spektakuläre Skyline von Frankfurt? Oder die Alte Oper? Oder die Neue Altstadt? Das sind die Sehenswürdigkeiten, die auch bei einem kurzen Aufenthalt in der Stadt gern besucht werden. Auch so mancher Stadtteil erfreut sich großer Beliebtheit, z.B. Bornheim oder Höchst mit seiner echten Altstadt.

Frankfurt für Eingeplackte

Ich lebe nun schon ein paar Jahrzehnte in Frankfurt, bin also eine Eingeplackte. Allerdings bin ich photographisch erst viel später hier angekommen. Erst in den letzten Jahren habe ich gezielt interessante Orte in der Stadt gesucht und gefunden. Seit einem Jahr gehe ich nun das Projekt “Frankfurt photographieren” systematischer an. Herausgekommen ist dabei bisher eine stattliche Fülle an Photos von bekannten und vor allem weniger bekannten Orten.

Siedlungsbau in Frankfurt

Ein nicht nur photographisch ausgesprochen spannendes Thema ist der Siedlungsbau in Frankfurt. Hier kommt einem natürlich als erstes die Römerstadt mit dem Ernst-May-Haus in den Sinn. Es gibt aber ca. 20 Ernst-May-Siedlungen, von denen einige mindestens ebenso interessant sind wie die Römerstadt, z.B. die Hellerhofsiedlung. Es muß aber nicht immer “Ernst May” sein. Wer kennt schon das Heimchen oder die Kolonie Zeilsheim, eine Arbeitersiedlung im Stil einer Gartenstadt?

Stadtnatur

Mein besonderes Interesse gilt zweifellos der Naturphotographie. Natur in Frankfurt? Klingt erst einmal nicht so spannend. Ein wunderbares Motiv sind die Alteichen im Schwanheimer Wald. Wer auf der Suche nach zauberhafter Frühlingsblüte ist, wird im Niedwald oder bei den Magerwiesen am Berger Hang fündig. Zur rechten Zeit sind hier sogar Orchideen zu bewundern.

Photoprojekt Frankfurt: Eure Hilfe ist gefragt!

Zwar habe ich im Laufe eines Jahres schon so einige Ecken in Frankfurt mit der Kamera entdeckt und besucht, aber ich kenne beileibe noch nicht jeden interessanten Ort.

Gern würde ich von Euch wissen: Was sind Eure Lieblingsorte , was macht Frankfurt für Euch aus? Schreibt es in die Kommentare! Ich freue mich über jeden Hinweis, dem ich dann mit der Kamera nachgehe. Es muß allerdings ein öffentlicher Standpunkt sein, so daß man keine Photogenehmigung braucht.

Und was wird aus den ganzen Bildern? Sie sollen nicht auf meiner Festplatte ihr Dasein fristen. Natürlich wird so manches Photo hier im Blog erscheinen. Am Ende des Projekts ist ein (Photo-)Buch geplant – für alle, die Frankfurt schätzen und vielleicht sogar lieben gelernt haben.

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4 Kommentare zu “Frankfurt jenseits der ausgetretenen Pfade

  1. Liebe Andrea,
    das ist eine tolle Idee. Für mich ist Bockenheim der schönste Stadtteil von Frankfurt.

    Ich würde Dir Bockenheim gern für Dein Fotoprojekt Frankfurt empfehlen, insbesondere die Ecke um die Bockenheimer Warte herum (die früher schön rot leuchtete und mittlerweile in einem schlichten Grauweiß daherkommt.) Dort gibt es viel zu sehen, den alten Campus der Johann-Wolfgang von Goethe-Universität (heute zur Goethe-Uni abgespeckt), das Senckenberg – Museum mit versteinerten Bäumen und einem riesigen Dinosaurier vor der Tür, das ehemalige Straßenbahndepot, einen in den Boden gerammten U-Bahnwagen als originellen Zugang zur U-Bahn-Haltestelle Bockenheimer Warte, die Frankfurter Sternwarte des Physikalischen Vereins und vieles mehr. Den AfE-Turm kannst Du nicht mehr fotografieren, der wurde ja 2014 gesprengt.

    Als zweiten Schwerpunkt in Bockenheim lohnt sich der eine oder andere Bummel durch die Leipziger Straße, wo es immer noch viele interessante Geschäfte gibt. Dazu gehört die traditionsreiche Kaffeerösterei Wissmüller im Hinterhof der Leipziger Str. 39. Oder auch Wika, der Laden für polnische und schlesische Spezialitäten in der Leipziger Str. 66.

    Ja, und den Palmengarten, den solltest Du auch nicht vergessen (obwohl der ja bereits im Westend liegt).

    Viele Grüße
    KHT

    1. Lieber KHT,

      vielen Dank für Deine vielen, nützlichen Hinweise. Den neuen Uni-Campus hatte ich auf der Liste, den alten aber nicht. Bockenheim ist auf jeden Fall mindestens einen Fotospaziergang wert. Der Palmengarten wird auch nicht vergessen, muß den Hauptauftritt aber dem Botanischen Garten überlassen, der viel weniger bekannt, aber nicht weniger sehenswert ist.

      Viele Grüße
      Andrea

  2. Soo schön ist Frankfurt also… Meine Lieblingsbilder: das Gleis-Vorfeld des Hbf Frankfurt mit einer mobilen und pulsierenden Gegenwart und die Höchster Altstadtgasse, wo man sich im 19.Jahrhundert wähnt.
    Ja, man muss die richtigen Orte kennen. Ich lebe auch schon seit Jahrzehnten hier, habe aber keine besondere Beziehung zu der Stadt entwickelt. Folglich kenne ich nur die Sehenswürdigkeiten sowie die Stadtteile Eschersheim (wo ich zur Schule ging) und Bockenheim/Westend, wo ich jeweils eine Zeitlang wohnte, ganz gut.
    Die Ernst-May-Siedlung hast du schon entdeckt. Eines der Häuser ist ein Museum, hier ist vor allem die ‘Frankfurter Küche’ interessant, von der bekannten Architektin Margarete Schütte-Lihotzky entwickelt. Lohnt sich anzusehen, wenn es denn mal wieder geht… Ansonsten fällt mir noch die Kuhwald-Siedlung ein, die mich, allerdings vor Jahrzehnten, ziemlich beeindruckt hat. Freu mich schon auf dein Fotobuch!

    1. Liebe Rahel,

      vielen Dank für Deinen Kommentar. Ich kenne viele, die mit Frankfurt ein wenig fremdeln; daher ja auch das Projekt! Die Kuhwald-Siedlung kenne ich (noch) nicht, werde aber auf jeden Fall hingehen.

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